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Unser Angebot

Illustration eines Klemmbretts als orange-grüne Bändergrafik auf blauem Hintergrund für das Informationsangebot für Zuweisende zur Geriatrischen Institutsambulanz (GIA) im Albertinen Zentrum für Altersmedizin in Hamburg.

Umfassendes geriatrisches Assessment nach hausärztlicher Überweisung

Fragestellungen:

  • Rehabilitationsbedarf

  • Kognition

  • Mobilität

  • Anhaltende Schmerzen

  • Risikoeinschätzung vor OP

  • Polypharmazie

  • Riskoeinschätzung bei Krebs

  • Schluckstörungen

Die Klinik für Geriatrie am Albertinen Krankenhaus verfügt seit 1980 über umfassende Erfahrung in der Versorgung älterer Menschen. In der Geriatrischen Institutsambulanz (GIA) stellen wir diese altersmedizinische Expertise ambulant und multiprofessionell für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung zur Verfügung.

Im Mittelpunkt steht ein umfassendes geriatrisches Assessment. Dabei erfassen wir neben Erkrankungen und Medikation insbesondere Mobilität, Kognition, Selbsthilfefähigkeit, Ernährung, psychosoziale Situation und vorhandene Ressourcen. Auf dieser Grundlage erhalten Sie einen strukturierten Arztbericht mit konkreten Empfehlungen für die weitere Versorgung. Die Behandlung verbleibt bei der zuweisenden Ärztin beziehungsweise dem zuweisenden Arzt.

Für privatversicherte oder selbstzahlende Patientinnen und Patienten bieten wir das multiprofessionelle Angebot über unsere Privatsprechstunde (zur Website der Privatsprechstunde) an.

Mögliche Fragestellungen

Fragestellung

Beispiel aus dem Alltag

Rehabilitationsbedarf — Besteht eine Indikation für eine geriatrische Rehabilitation? Welche Behandlungsziele sind realistisch und mit welcher Versorgungsform erreichbar?

Beispiel: Frau K., 84 Jahre. Arterielle Hypertonie, KHK, im letzten Jahr Schenkelhalsfraktur. Die Angehörigen berichten über zunehmend eingeschränkte Mobilität, die Treppen im Reihenhaus kann sie nur noch mit Mühe bewältigen.

Mobilität — Abklärung von Stürzen, Gangstörungen und Schwindel im höheren Lebensalter.

Beispiel: Herr S., 83 Jahre. Vor zwei Tagen kurze Vorstellung nach Sturz mit Kopfplatzwunde.

Risikoeinschätzung vor medizinischen Maßnahmen — Geriatrische Beurteilung vor Operationen, interventionellen Eingriffen oder onkologischen Behandlungen.

Beispiel: Frau W., 89 Jahre. Auch im hohen Alter aktiv, mit großem Wert auf ihre Selbständigkeit. Wegen der Schmerzen aufgrund einer Gonarthrose im Knie rechts aber zunehmend eingeschränkt. Orthopädisch wurde zur Operation geraten, Frau W. ist aber unsicher und möchte sich bestmöglich auf die Operation vorbereiten.

Kognition — Abklärung von Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie Nachsorge nach einem Delir.

Beispiel: Herr N., 84 Jahre. Vor zwei Monaten Operation wegen Cholecystitis, verlängerter Krankenhausaufenthalt mit schwerem Delir. Zuhause muss die Ehefrau weiter bei vielen Aktivitäten unterstützen, Herr N. ist sehr vergesslich.

Polypharmazie — Ist die aktuelle Medikation im höheren Lebensalter noch angemessen? Bestehen anticholinerge oder andere altersrelevante Nebenwirkungen? Ist ein Deprescribing möglich?

Beispiel: Herr B., 82 Jahre. Diabetes mellitus, Vorhofflimmern, arterielle Hypertonie und Zustand nach Depression. Aktuell 14 Dauermedikamente, in den letzten Monaten wiederholt orthostatischer Schwindel.

Schluckstörungen — Einordnung bei Verdacht auf Dysphagie oder Aspiration.

Beispiel: Frau P., 87 Jahre. Vor einem Jahr Pneumonie, seitdem 4 kg Gewichtsverlust. Ehemann berichtet von Husten beim Essen.

Anhaltende Schmerzen — Geriatrische Mitbeurteilung bei komplexen oder therapierefraktären chronischen Schmerzen.

Beispiel: Herr M., 79 Jahre. Chronische Rückenschmerzen, seit Monaten Tilidin und Metamizol; trotzdem tägliche Einschränkung, gleichzeitig zunehmende Vergesslichkeit und Sturzangst.

Voraussetzungen für die Vorstellung

Eine Vorstellung ist in der Regel ab einem Alter von 70 Jahren möglich, wenn mindestens zwei der folgenden Kriterien vorliegen:

☐ Vorhandener Pflegegrad

☐ Beeinträchtigungen von Kognition, Emotion oder Verhalten

☐ Verdacht auf Aspiration oder Schluckstörung

☐ Therapierefraktäres chronisches Schmerzsyndrom

☐ Schwindel, Sturz oder multifaktorielle Mobilitätsstörung

☐ Inkontinenz

☐ Gebrechlichkeit / Frailty (z. B. Erschöpfung, Schwäche, langsamer Gang, geringe körperliche Aktivität oder unbeabsichtigter Gewichtsverlust)

Zuweisung und Abrechnung

Ablauf und benötigte Unterlagen

Für die Untersuchung sollten etwa zwei Stunden eingeplant werden. Wir bitten darum, folgende Unterlagen möglichst bereits mit der Anmeldung zu übermitteln oder zum Termin mitzubringen:

Sofern möglich, empfehlen wir die Begleitung durch eine enge Bezugsperson, beispielsweise eine bevollmächtigte Angehörige oder einen bevollmächtigten Angehörigen.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt mithilfe des Anmeldeformulars. Bitte übermitteln Sie das ausgefüllte Formular über den von Ihnen bevorzugten Kommunikationsweg an die unten aufgeführten Kontaktdaten.

Kontakt

Sie erreichen uns für die Terminplanung über folgende Kontaktdaten - direkt ärztlich über KIM:

Downloads

Weitere Angebote unseres Zentrums

Je nach Fragestellung stehen Ihnen weitere Angebote der Klinik für Geriatrie am Albertinen Krankenhaus zur Verfügung. Ein Überblick findet sich in unserem Wegweiser.

Altersmedizinische Akutstation
Akutstationäre altersmedizinische Behandlung.

Geriatrische Tagesklinik (GTK)
Teilstationäre geriatrische Komplexbehandlung mit Fahrdienst.

Stationäre geriatrische Komplexbehandlung
Akutstationäre geriatrische frührehabilitative Behandlung.

Privatsprechstunde
Ambulantes Angebot für privatversicherte und selbstzahlende Patientinnen und Patienten.