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m Jahr 2001 begann die LUCAS-Studie (Longitudinal Urban Cohort Ageing Study) mit mehr als 3.300 Hamburgerinnen und Hamburgern, die damals mindestens 60 Jahre alt waren und selbstständig zu Hause lebten. Alle über Hausarztpraxen für die Teilnahme gewonnen, mit einem umfangreichen Fragebogen befragt und nachfolgenden Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention, geben sie im Nachgang seit 2007alle zwei Jahre Auskunft über ihre Gesundheit und ihr Älterwerden. Die Studie liefert damit wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Gesundheit, Mobilität und Selbstständigkeit im Alter gefördert und Pflegebedürftigkeit möglichst vermieden oder zeitlich hinausgezögert werden können.

Ein Dankeschön an die Teilnehmenden

Am 17. September standen die Menschen im Mittelpunkt, ohne deren langjähriges Engagement diese Forschung nicht möglich wäre. Die rund 310 noch  aktiv an LUCAS teilnehmenden Seniorinnen und Senioren waren zu einer besonderen Dankesveranstaltung eingeladen. Zu den Rednerinnen und Rednern gehörten der ehemalige Chefarzt der Medizinisch Geriatrischen Klinik im Albertinen Haus und Inhaber des Lehrstuhls für Geriatrie und Gerontologie in Hamburg, Prof. Dr. Wolfgang von Renteln-Kruse, Studienleiterin Dr. Ulrike Dapp, Geschäftsführer Ralf Zastrau und die langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin und Ärztin in der geriatrischen Forschung des Albertinen Hauses, Dr. Jennifer Anders.

Unmittelbar vor der Veranstaltung fanden darüber hinaus Schnupperangebote zur Sturzprävention statt. Die  Angebote sind vielfältig und reichen n von einem  ganzheitlichen Bewegungsparcours bis hin zu Tai Chi, an denen mehr als 60 Seniorinnen und Senioren im Alter zwischen 85 und 98 Jahren teilnahmen. Das große Interesse zeigte eindrucksvoll, dass Gesundheitsförderung und aktives Altern gerade auch im hohen Lebensalter wichtige Themen sind.

Studienleiterin Dr. Ulrike Dapp steht am Rednerpult vor einer Projektionsleinwand bei der Jubiläumsveranstaltung mit Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus.
Ralf Zastrau, Prof. Dr. Hans-Peter Meier-Baumgartner und Prof. Dr. Wolfgang von Renteln-Kruse stehen nebeneinander mit Dr. Ulrike Dapp, die einen Blumenstrauße in den Händen hält, auf der Bühne bei der Jubiläumsveranstaltung mit Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus.
Mehrere Personen im Publikum in den Stuhlreihen im Publikum bei der Jubiläumsveranstaltung mit Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus..
Eine Mitarbeiterin in Funktionskleidung steht lächelnd in der Eingangstür zum großen Saal bei der Jubiläumsveranstaltung mit Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus.
Prof. Dr. Wolfgang von Renteln-Kruse und Studienleiterin Dr. Ulrike Dapp sitzen vorne in den Stuhlreihen im Publikum bei der Jubiläumsveranstaltung mit Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus..
Studienleiterin Dr. Ulrike Dapp hält am Rednerpult neben einer Projektsleinwand eine Rede bei der Jubiläumsveranstaltung mit Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus.
Prof. Dr. Wolfgang von Renteln-Kruse steht am Rednerpult und spricht zum Publikum vor einer Projektionsleinwand bei der Jubiläumsveranstaltung mit Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus.
Studienleiterin Dr. Ulrike Dapp sitzt neben Geschäftsführer Ralf Zastrau bei der Jubiläumsveranstaltung mit Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus.
Ralf Zastrau sitzt in den Stuhlreihen neben Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer bei der Jubiläumsveranstaltung mit Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus..
Ralf Zastrau hält eine Rede an einem Rednerpult bei der Jubiläumsveranstaltung mit Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus..
Mitarbeitende und Studienverantwortliche stehen mit Dr. Ulrike Dapp bei einem Gruppenfoto auf einer Treppe bei der Jubiläumsveranstaltung mit einem wissenschaftlichen Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus.
Ralf Zastrau spricht am Rednerpult zum Publikum bei der Jubiläumsveranstaltung mit Symposium und einer Dankesveranstaltung zum 25-jährige Bestehen der LUCAS Langzeit-Kohortenstudie im Hamburger Albertinen Haus und Kirche am Albertinen Krankenhaus..

Wissenschaftlicher Austausch über die Zukunft des Alterns

Am 8. Oktober folgte im Albertinen Krankenhaus dann ein wissenschaftliches Symposium, bei dem renommierte Fachleute aus Geriatrie und Gerontologie aktuelle Forschungsergebnisse und Perspektiven der Altersmedizin diskutierten. Die Finanzierung des Symposiums wurde durch die Witt Stiftung ermöglicht.

Grußworte sprachen Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer, die Vorsitzende des Hamburger Seniorenbeirates, Sabine Illing, Geschäftsführer Ralf Zastrau, PD Dr. Markus Gödel, Chefarzt der Klinik für Geriatrie im Albertinen Zentrum für Altersmedizin sowie Dr. Mikkel Vass von der University of Copenhagen und wissenschaftlicher Beirat der LUCAS-Studie. In einer Key Note stellte Dr. Ulrike Dapp die wichtigsten Erkenntnisse aus 25 Jahren LUCAS-Forschung vor. Als besonderer Gast wurde Prof. Dr. Hans-Peter Meier-Baumgartner als langjähriger geriatrischer Chefarzt und Spiritus Rector im Albertinen Haus begrüßt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Wolfgang von Renteln-Kruse.

Schatz an Daten und Erkenntnissen

Im Mittelpunkt der Fachvorträge standen Prävention als Schutz vor Pflegebedürftigkeit, die Herausforderungen in der Pflege sowie Möglichkeiten, Mobilität und Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten. Zu den Referierenden gehörten Prof. Dr. Michael Denkinger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie sowie Chefarzt Geriatrie und Lehrstuhlinhaber der Universität Ulm, Prof. Dr. Tania Zieschang, Chefärztin Geriatrie und Lehrstuhlinhaberin der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Kilian Rapp, Forschungsleitung Geriatrie am Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart, Prof. Dr. Thomas Kistemann, Leiter des GeoHealth Centers des Universitätsklinikums Bonn,  PD Dr. Ellen Freiberger, Institut für Biomedizin des Alterns der Universität Erlangen-Nürnberg und Dr. Martin Schünemann, Abteilungsleiter Pflegeversicherung Medizinischer Dienst Nord.

Eine abschließende Podiumsdiskussion widmete sich der Frage, warum Prävention und Gesundheitsförderung im Alter bislang noch zu wenig gesellschaftliche Aufmerksamkeit erhalten. Der bereits 2001 visionär angelegte LUCAS Schatz an Daten und Erkenntnissen findet den Transfer in praktischen Anwendungen wie z.B. dem „LUCAS Navigator“ zum Erkennen gefährlicher Gebrechlichkeit (Frailty) in Hausarztpraxen oder dem Ratgeber „Sicher gehen – mobil bleiben“ für ältere Menschen und ihr Umfeld. Auch die zukünftige Gestaltung des Albertinen Hauses als Zentrum für Gesundes und Aktives Altern sowie das Zentrum für Altersmedizin am Albertinen Krankenhaus können von dem profunden evidenzbasierten LUCAS Wissen weiterhin profitieren.

Beide Veranstaltungen machten deutlich: Gesundes Altern ist nicht nur eine medizinische, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die LUCAS-Studie zeigt seit 25 Jahren, wie wichtig es ist, ältere Menschen aktiv in die Forschung einzubeziehen und wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention  auf altersmedizinischer Grundlage zu übersetzen. 

Mehr Informationen über die Geriatrische Forschungsabeilung im Albertinen Zentrum für Altersmedizin